Säubern – denn Sauberkeit ist das halbe Leben

Es gibt im Handel Unmengen von Reinigern aller Art. Manche von ihnen sind aber auch für ganz spezielle Oberflächen gedacht, darum darf auch nicht alles für jede Oberfläche genommen werden, damit Schaden vermieden wird. So ist das zum Beispiel mit einem Essigreiniger, der empfindliche Flächen nur angreifen würde. Zum Saubermachen im Badezimmer ist er wiederum gut zu gebrauchen.

Seit einiger Zeit gibt es Mikrofasertücher, die nur wenig Wasser und Reinigungsmittel benötigen, aber doch hervorragend zu nutzen sind. Das gilt nicht nur für den Haushalt, sondern auch für das Auto oder die Gartenmöbel. Es ist einfach effektiv mit ihnen umzugehen und trotzdem etwas für die Umwelt zu tun.

Putzen heißt Schmutz verteilen, reinigen heißt Schmutz entfernen

Statt einem Mikrofasertuch sind in heimischen Küchen immer noch normale Spültücher oder Schwämme zu finden. Mit dem Tuch wird auch gern einmal die Arbeitsplatte gewischt oder der Herd gesäubert. Dass es nach kurzer Zeit zu einer gehörigen Ansammlung von Bakterien kommt, ist daher kein Wunder. Fettige Dinge bleiben haften und schon hierin besteht die Möglichkeit, dieses auf der Arbeitsplatte zu verteilen. Reinigung heißt etwas anderes.

Die sogenannten Scheuerschwämme sind weit verbreitet und gegen sie ist auch wenig auszusetzen, wenn sie in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Allerdings weisen sie in der Regel eine grüne Seite auf, die mit Schleifkörpern versehen ist. Edelstahl, Marmor oder Lacke sollten mit der Seite nicht in Berührung kommen, denn ansonsten würden sie schnell zerkratzen. Es gibt jedoch Schwämme mit andersfarbigen Seiten, wie weiß, dass nicht zerkratzend wirkt oder rot, dass nur wenige Schleifkörper aufweist.

Reinigen mit dem Zauberschwamm

Eine andere Möglichkeit Schmutz und Fett zu entfernen, bietet der Schmutzradierschwamm oder auch Melaminschwamm genannt. Der Schwamm muss nur mit wenig Wasser angefeuchtet werden, Reinigungsmittel entfallen gänzlich und so kann über bald jede Oberfläche damit gewischt werden. Er nutzt sich wie ein normaler Radiergummi ab und er bekommt selbst alte, vergilbte Flecken weg. Der Schmutz wird geradezu weg geschmirgelt, er greift aber die Flächen nicht an. Zum Schluss wird einfach mit einem trockenen Tuch über die Oberfläche gewischt und mancher wird sich wundern, wie effektiv der Radierschwamm arbeitet.

Altbewährte Mittel

Um Geld für teure Reiniger zu sparen, wenden viele noch Omas Putztipps an. Manchen geht es auch darum, nicht zu viel Chemie einzusetzen und sie halten sich darum an Altbewährtes. Bei Fußböden braucht es beispielsweise nicht immer die Wischmethode zu sein, sondern bei wenig Schmutz reicht es ganz einfach den Staubsauger zu nehmen. Alles lose, wie Staub, Krümel oder auch Tierhaare werden so restlos beseitigt ohne auch nur mit Wasser in Berührung zu kommen.

Ein weiteres Wundermittel ist Soda, womit sogar eingebranntes aus Töpfen entfernt werden kann. Einfach etwas Soda und wenig Wasser in den Topf geben und dann auf dem Herd bei ganz kleiner Temperatur etwa eine Stunde stehen lassen. Der nächste Schritt besteht darin, den Topf einfach nur auszuwischen.

Soda ist ebenfalls hilfreich, wenn der Abfluss verstopft ist. Hierzu wird Soda über Nacht hinein geschüttet und am nächsten Morgen einfach mit Wasser nachspülen. Backpulver und Natron sind weitere Hilfsmittel, die in der alten Küche nicht fehlen sollten. Gardinen werden mit Backpulver wieder strahlend weiß und Natron hilft bei schmutzigen Fliesen und anderen Oberflächen. Auch Salz sollte nicht unterschätzt werden, denn auch das hat eine gute Säuberungskraft. Fettränder oder eingebrannte Reste auf dem Backbleck können wunderbar mit Salz beseitigt werden.

Fenster putzen

Wer nicht mehr durch seine Fenster sehen kann, sollte zum Putzlappen greifen. Allerdings wird in der Regel heute ein Dampfreiniger verwendet, der schließlich auch ganz gut seinen Dienst tut. Allerdings sind Schlieren nicht immer zu vermeiden und darum greifen kluge Hausfrauen auch hier wieder zu einem Trick aus der guten, alten Zeit.

Hilfsmittel können unter anderem Essig, Spiritus oder Zitronensaft sein, damit Fenster spiegelblank werden. Zuerst wird mit einem einfachen Lappen der stärkste Schmutz beseitig und hinterher mit einem fusselfreien Tuch poliert. Alle drei Mittel helfen die Fenster schlieren frei zu bekommen.

Heizkörper säubern

Heizkörper sind besonders anfällig, wenn es um Schmutz geht. Rippenheizkörper bilden hier die Schwierigkeit, denn es ist nicht einfach in die meist engen Zwischenräume zu gelangen. Eine Heizkörperbürste kann helfen und auch eine schmale Düse von einem Staubsauger ist zu nutzen.

Schwieriger wird es da schon bei einem Plattenheizkörper. Sobald die Heizung läuft wird jeder schnell feststellen, dass Staub und anderer Schmutz magisch angezogen werden. Hier sind es die oberen Schutzgitter die Schwierigkeiten bereiten können. Eine Lamellenbürste kann helfen, es sollte jedoch vor Beginn der Arbeit ein Tuch unter den Heizköper gelegt werden, worauf der Schmutz fallen kann. Wer es ganz genau angehen möchte, kann sich die Arbeit machen und das Schutzgitter entfernen, das ist jedoch mit Mehraufwand verbunden.

Wichtig ist, bevor mit einem feuchten Tuch daran gegangen wird muss der lose Staub entfernt werden, da ansonsten alles nur verwischt, aber nicht gereinigt werden würde. Vor allen die Heizkörper, die sich in einer Küche befinden sind anfällig für Fett. Hier sollte ein Fettreiniger eingesetzt werden, um den Heizkörper sauber zu bekommen. Einige haben es auch mit Backofenspray probiert, das genauso gut funktionierte. Auf jeden Fall sollte nicht vergessen werden, nach der Reinigung noch einmal mit einem trockenen Tuch nachzuwischen, dann sieht alles aus wie neu. Heizungen sollten übrigens regelmäßig gereinigt werden, denn Schmutz kann sich nachteilig auf die Heizleistung auswirken.

Polstermöbel und ihre Schwierigkeiten

Bei Polstermöbeln gestaltet sich die Reinigung etwas schwieriger, denn hier muss auch das Material bedacht werden. So ist zu unterscheiden, ob es sich um Mikrofaser, Baumwolle oder Leinen handelt. Jedes der Materialien muss anders behandelt werden, deswegen bevorzugen die meisten den Dampfreiniger.

Es gibt hierbei jedoch auch Geräte, die nicht zur Polsterreinigung geeignet sind. Darum sollte sich im Vorfeld gut informiert werden. Ist der Dampfreiniger nicht für Polstermöbel ausgelegt, kann er großen Schaden anrichten. Leder sollte zum Beispiel niemals mit einem Dampfreiniger behandelt werden, denn der Dampf kann bis zu 150 Grad heiß sein.

Bei starken Flecken sollte er punktuell eingesetzt werden, ansonsten nie zu lange mit ihm über ein und dieselbe Stelle gehen. Die Polsterungen sollten auf keinen Fall zu nass werden, ansonsten könnte es Stockflecken geben. Vor dem Gebrauch sollte die Pflegeanleitung der Möbel gut studiert werden.